Home Über uns Fuhrpark Werkstatt Fotos/Story's Community Impressum Alles Mögliche
Yamaha Classic-Ausfahrt
Das Leben ist spannend. Ja ist es...auf jeden Fall. Und manchmal trifft man auf jemanden, da passt es nicht nur menschlich perfekt, es passt auch das Motorrad. Ob es sich hierbei um einen Zufall, Glück, oder einer vorgesehenen Bestimmung handelt, darf jeder für sich selbst entscheiden. Vermutlich ist es von allem ein bisschen. Eine "Rote Zorra" mit schwarzen Haaren, die Besitzerin einer Yamaha XJ900N. Auf das "N" legt sie wert, die schwarzhaarige "Rote Zorra". Das hat sie mir gleich und unmissverständlich klar gemacht. Eine echte XJ900N, eine rote noch dazu. Eine von ganz wenigen, wie sie voller Stolz immer wieder betont. Eine tolle Frau, Besitzerin eines tollen Motorrads. Das perfekte Paket!
Es kam, wie es kommen musste. Eine gemeinsame Ausfahrt... eine gemeinsame Ausfahrt mit zwei klassischen Yamahas. Die Hübsche mit den schwarzen Haaren mit ihrer "Roten Zorra"... also der Yamaha XJ900N und meiner Wenigkeit mit meiner Yamaha TRX850.
Falls jemand nach diesen Zeilen verwirrt ist, kein Problem. Die Lösung ist ganz einfach. Die XJ900N wurde von der schwarzhaarigen Schönheit, mit dem Namen Sabine, liebevoll als die "Rote Zorra" umbenannt. Nach einer gewissen Zeit hab selbst ich das kappiert.
Freunde für das ganze Leben, zusammen unterwegs mit zwei besonderen Motorrädern. Vom Hersteller mit den Stimmgabeln im Logo. Yamaha XJ900N und TRX 850. Das Leben ist schön...
Kleinkram
Mit einer Tasse Kaffee in der Hand laufe ich, mit kritischem Blick, ums Motorrad. Es ist Sonntagmorgen und eigentlich wollte ich ausschlafen. Nur sieht Artus, unser Schäferhund, das nicht ganz so entspannt. Schließlich ist er es doch gewohnt, spätestens zwischen sechs und halb sieben Gassi zu gehen, um anschließend eine Schüssel Futter wegzuputzen. Heute ist ein schöner Sonntagmorgen und müde aber entschlossen stapfe zur Werkstatt und schiebe motiviert die kleine Honda CB 350 Four aus der Bastelbude, um sie in der aufgehenden Sonne zu bewundern. Schön ist sie. Schön alt, schön grün und überhaupt. Mit einem sauberen Lappen werden schnell noch ein paar Fliegen, vom letzten Kampfeinsatz, weggeputzt. Nein, dieser Morgen ist zu schade um auszuschlafen. Schnell den letzten Schluck Kaffee, rein in die Klamotten, Zünschlüssel auf Position "ON", ein Tritt auf den Kickstarter und los geht’s. Zuerst in Richtung Radolfzell, über den Schienerberg zur Halbinsel Höri am Bodensee, mit einem wundervollen Ausblick und dann in Richtung Konstanz. Ein tolles Frühstück bei einer guten Freundin und anschließend, gegen Mittag um den See herum, wieder zurück nach Hause.
Es war ein guter Sonntagmorgen! Nur 34 PS, geschöpft aus einem Hubraum von gerade mal 350ccm. Es blieben keine Wünsche offen. Der Beweis, auch Kleinkram kann sehr viel Spass bringen und schön sind sie sowieso!
Bastelabende
Was treibt uns an, nach einem langen Arbeitstag im Büro, in einer kleinen Halle oder Garage Stunde um Stunde zu verbringen, um einem selbst gesteckten Ziel etwas näher zu kommen? Ist es eine Art Selbstverwirklichung, oder Liebe zum Detail? Ist es um sich die Langeweile zu vertreiben, oder gar eine Flucht? Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr gerate ich ins grübeln. Vermutlich ist es eine Vermischung aus vielen Gründen und es bringt eine Menge Spaß. Punkt...aus! Und tatsächlich steckt viel mehr dahinter, als von Außenstehenden erst mal angenommen wird.
Ein gewisser Grad an Verrücktheit gehört schon dazu, einige Wochenenden auf Teilemärkten mit der Suche nach Motorteilen, Armaturen, Räder, oder Verkleidungsteilen zu verbringen, um ein Projekt starten zu können. Sind die Objekte der Begierde auf diesen Veranstaltungen nicht zu finden gehen weitere Abende am Rechner, mit der Suche im "world wide web", drauf. Ist letztendlich alles zusammen kann die Bastelei beginnen, was viele weitere Stunden an der Werkbank, Dreh, Fräs oder Bohrmaschine bedeutet. Letztendlich zählt das Ergebnis und wenn der technische Überwachungsverein dann noch seinen Segen dazu gibt, schweben wir wieder einmal mehr auf Wolke sieben.
Der Beginn einer Leidenschaft
Der Lebensweg wird in den meisten Fällen schon früh in unserer Kindheit oder Jugend, durch ein besonderes Erlebnis positiv oder Negativ, geprägt. Ob die Entwicklung in diesem speziellen Fall positiv oder negativ war, dürfen meine Mitmenschen beurteilen.
Ende der siebziger fühlten wir uns mit unseren, bis ans Limit der Haltbarkeit, frisierten Mofas als Könige der Straßen. Fast keine Woche verging ohne von einem Kollegen genötigt zu werden etwas zu unternehmen, damit die Karre wieder ein wenig schneller wurde. Das Fernsehe gucken beschränkte sich in der damaligen Zeit auf zwei oder drei Kanäle und so war genügend Zeit vorhanden sich damit zu beschäftigen, die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit um ein vielfaches zu überbieten. Eine tolle Zeit war das! Finger zeigen bringt jetzt nichts, ist sowieso verjährt.
Als wäre es gestern gewesen, erinnere ich an einen herrlichen Sommertag. Nein, an solchen Tagen hatten Schulaufgaben keine Priorität. Die grüne Herkules M5 mit gold lackierten Gussrädern, 12er Bing Vergaser, M3 Zylinder samt Krümmer, klapperte lautstark mit Höchstgeschwindigkeit und mir die Landstraße entlang. Schon damals auf der Suche nach der schnellen Linie, passierte es in einer Linkskurve. Ein rot-weißes Motorrad knallte an mir vorbei, dass ich vor Schreck fast abflog. Das Ding war nicht nur sauschnell, nein es war auch mindestens genauso laut. Und diese exakte, sauber gefahrene Linie. Wie mit Zirkel und Lineal gezogen dirigierte der Fahrer Souverän das Bike auf dem Mittlestrich zur kommende Rechtskurve. Dieses Erlebnis dauerte höchstens fünf Sekunden. Sekunden, die mein Leben veränderten. Mir wurde klar, ja genau das ist es, das will ich
Falls es jemand interessiert, es war Ducati Lothar mit seiner damaligen Egli Kawa. Lothar ist mittlerweile über 70 Jahre alt und immer noch sau schnell!
Dann, mit 18, den damaligen Einser endlich in der Tasche, wurde so viel als möglich ausprobiert. Nicht nur in Sachen Frauen, nein diese Geschichte bezieht sich ausschließlich auf Motorräder. Es kamen Soft-Chopper, Sportler, Renner, Crosser und auch das ein oder andere Tourenmotorrad. Meine Ausbildung zum Motorradmechaniker kam mir diesbezüglich sehr entgegen. Es war schon ein erhabenes Gefühl immer das Neueste, zumindest von Honda oder Benelli, mittels Probefahrten anzutesten. Von den eigenen Motorrädern aus dieser Zeit wurden viele wieder verkauft, viele sind geblieben. Einige davon warten auf ihre Wiederbelebung, manche werden ab und an bewegt. Ein Teil davon ist mittlerweile neu aufgebaut, ein anderer Teil wurde seit dem Erwerb gepflegt und erhalten.

Lothar's Egli, so sah sie damals aus. Jetzt befindet sie sich im Wiederaufbau!
Wie viele Motorräder braucht der Mensch
...ein Thema über welches gerne auf Treffen, oder auch am Stammtisch, diskutiert wird. Aus meiner Sicht gibt es nur eine einzige ehrliche Aussage: “Niemand braucht wirklich ein Motorrad!" Wird die Frage ein wenig umformuliert in "wie viele Motorräder sind notwendig um glücklich zu sein", sieht das Ganze schon wesentlich besser für uns aus. Natürlich gibt es verschiedene Bedürfnisse, Ansichten und somit auch verschiedene Antworten.

Es ist 17:30 Uhr! Durch das offene Bürofenster riecht es nach Frühling. Hin und wieder verirrt sich ein Insekt in unsere Räumlichkeiten, um nach einer kurzen Inspektion wieder zu verschwinden. Ungeduldig rutsche ich auf dem Bürostuhl hin und her und überlege, ob es nicht an der Zeit wäre, den Rechner runterzufahren, um diesen schönen Frühlingsabend zu genießen.
Mit dem Rucksack lässig über der Schulter schlendere ich über den Firmenparkplatz zur betagten XBR500S. Vergessen ist der Bürostress, jetzt freue ich mich auf die Fahrt, über einen kleinen Umweg, nach Hause. Entspannt treibe ich den bollernden Einzylinder auf den schmalen Sträßchen, welche uns an Wiesen, Äcker und Wälder vorbeiführen Eine treue Begleiterin ist sie, die 500er Honda. Egal auf der Fahrt zur Firma, zum Supermarkt, oder einem Kurztrip in die Alpen, alles ist mit der XBR problemlos möglich.
Ja, es gibt sie noch! Gemeint sind Schotterwege, welche noch ganz offiziell befahren werden dürfen. Und genau hier kommt die Honda XL 500 R ins Spiel. Eine klassische Enduro, in mehr als 150 Arbeitsstunden in der Werkstatt restauriert, aufgehübscht und optimiert. Ein beherzter Tritt auf den Kickstarter und der Einzylinder nimmt seine Arbeit auf. Nach kurzer Zeit ist die Choke-Klappe voll geöffnet und der Spaß kann beginnen. Knapp 5000 km waren wir die letzten zwei Jahre zusammen unterwegs. Gelegentlich stehe ich in der Bastelbude an der Drehbank oder Fräsmaschine und bastle ein neues Teil für meine rote Enduro.
Mit Sack und Pack in den Urlaub. Mit der Yamaha TRX850 klappt das vorzüglich. Mit Gepäckrolle auf dem Sozius, den Tankrucksack festgezurrt und los geht die Reise. Durch die französischen Seealpen an die Cote d'Azur, über unzählige Pässe an den Gardasee, oder flotte Touren durch die fränkische Schweiz. Alles ist mit der Yamaha problemlos möglich. Ausreichende Leistung für jede Lebenslage und eine angenehme sportliche Sitzposition, machen aus der Trixxi eine Eierlegende-Woll-Milch-Sau.
Sie ist gelb, laut und schnell. Seit 2003 teilt sich die Honda VTR 1000F den Platz in der Garage, mit ein paar weiteren Schätzchen im Fuhrpark. Perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnitten, wird die gelbe Lady überwiegend für flotte Ausfahrten auf der Hausstrecke eingesetzt. Das Fahrwerk exzellent, Drehmoment satt und einer beeindruckenden Klangkulisse ist die Honda immer wieder ein Erlebnis. Und will ich mich mal so richtig austoben gehen wir Beide, für ein paar schnelle Runden, auf die Rennstrecke.


Google
Weitere Seiten:
CCO-Classicracing
Honda Cafe-Racer
Motorradonline.de
Motobi Racer.de
Zweitakte.de
Tuning-Fibel mit Ulf Penner

Themen Community:
  Yamaha Classic-Ausfahrt
  Kleinkram
  Bastelabende
  Beginn der Leidenschaft
  Wie viele Motorräder...